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#DigitalCamp Dortmund: Digitalisierung in Handwerks- und Industrieunternehmen

Das Thema Digitalisierung ist breit aufgestellt und betrifft viele Branche. Für Handwerks- und Industrieunternehmen ergeben sich täglich neue Herausforderungen.

Doch welche Möglichkeiten habe ich als Unternehmen und wie machen es andere?

Das #DigitalCamp am 01. Dezember in Dortmund bietet ausreichend Möglichkeiten zum Austausch.

Dennis Arntjen, Initiator des #DigitalCamp´s und Gründer des KMU-digital Netzwerks, stand für ein Interview zur Verfügung und sagt uns, was uns beim #DigitalCamp erwartet.

 

dennis-arntjen-kmu-digital-digitalcampWarum ist in Euren Augen die Digitalisierung für Handwerk und Industrie so wichtig?

Hallo Julia,

das sind ja eigentlich gleich zwei Fragen. Für beide Gruppen – also Industrie- und Handwerksunternehmen – gilt ganz sicher, dass die Digitalisierung Veränderungen in der Einstellung von Mitarbeitern und Kunden bewirkt.

Durch die Digitalisierung ist an vielen Stellen die Erwartung an Reaktionsgeschwindigkeiten gestiegen. Das gilt ganz besonders für Dienstleistungen. Wenn ich heute einen Handwerker kontaktiere, dann möchte ich sehr schnell die gewünschten Informationen haben.

Dabei kann Digitalisierung helfen. Als Handwerksbetrieb kann ich zum Beispiel andere Kommunikationskanäle nutzen oder ich plane die Einsätze meiner Kundendiensttechniker digital und kann so viel flexibler auf sich ändernde Anforderungen im Tagegeschäft reagieren.

Für Industrieunternehmen ergeben sich durch die Digitalisierung viele Chancen, kosteneffizienter zu werden. Auch bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter, der Ausbildung von Nachwuchskräften, dem Dialog mit Kunden oder dem direkteren Vertrieb ohne Zwischenhändler hilft Digitalisierung.

Digitalisierung ist im Grunde genommen nichts, was ich mir für meinen Handwerksbetrieb oder mein Industrieunternehmen aussuchen kann. Ich muss digitaler werden, wenn ich als Unternehmen weiterbestehen möchte.

An welchen Punkten Unternehmer ansetzen, was sie zuerst tun sollten und was erst einmal nicht so dringend ist, dass ist stark unterschiedlich. Fest steht aber, dass sich jeder Unternehmer mit der Digitalisierung und den sich daraus ergebenden Chancen und Risiken auseinandersetzen muss.

Wie entstand die Idee, parallel zur online Veranstaltung #NEO16 (Next Economy Open 2016) die Präsenzveranstaltung KMU #DigitalCamp zu organisieren?

Das war ein fast schon spontaner Entschluss. Gunnar Sohn, der die #NEO16 organisiert, hat mich gefragt ob wir Lust hätten einen oder zwei Vorträge zu streamen und in die #NEO16 einzubinden.

Ich habe dann relativ schnell den Plan gefasst, einige Speaker zu suchen deren Vorträge wir im Livestream anbieten.

Wir wollen aber auch jedem der sonst etwas zum Thema Digitalisierung zu sagen hat, eine Bühne bieten. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen – neben den vorher abgestimmten und festgelegten Vorträgen – im Stil eines BarCamps jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu bieten eine Session anzubieten.

Und wie kann ich mir so ein Camp vorstellen?

Im Vorfeld der Veranstaltung wird es eine Agenda mit ca. 6 Vortragsthemen geben, die schon feststehen. Diese Agenda veröffentlichen wir, damit jeder Teilnehmer weiß was ihn ungefähr erwartet.

Ergänzend zu den Themen die wir vorab festlegen und für die wir uns Experten aus der Region gesucht haben, hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit am 01. Dezember Morgens Themenvorschläge einzureichen, die er gerne in einem Vortrag, einem Workshop oder einer Diskussionsrunde anbieten möchte.
Alle anderen Teilnehmer haben die Möglichkeit an diesen Runden teilzunehmen und dadurch direkt von Experten, Unternehmern und im Tagesgeschäft mit der Digitalisierung befassten Menschen zu lernen bzw. sich mit diesen auszutauschen.

Das Camp ist also eine Mischung aus klassischer Konferenz und Mitmach-Veranstaltung im Stil eines BarCamps.

Das heißt, ich bin nicht nur Zuhörer, sondern kann aktiv das Wochenende mitgestalten. Wie kann ich mich und meine Ideen einbringen?

Das ist ganz einfach. Wir finden uns an beiden Tagen jeweils morgens zusammen und besprechen mit den Teilnehmern den Tagesablauf. Dabei hat jeder die Möglichkeit Themenvorschläge zu machen und kurz zu erläutern was er vorhat.

Wer sich im Vorfeld unsicher ist ob seine Themenidee passend ist, kann sich gerne an mich wenden. Oder er kommt einfach zum Camp, macht seinen Vorschlag und sieht ob er damit auf Interesse bei den Teilnehmern stößt.

Für wen ist das KMUCamp interessant?

Für Unternehmer aus Industrie und Handwerk, wobei auch jeder andere Unternehmer viel über Digitalisierung lernen kann. Für Entscheider die sich mit Digitalisierung befassen. Für Experten zu digitalen Themen, die sich mit anderen Experten austauschen möchten. Im Grunde genommen für jeden, der Digitalisierung als Chance und Herausforderung begreift.

Kannst Du schon Einblicke in die digitalen Themen am 01. Dezember geben?

Wir haben tatsächlich schon einige Dinge auf der Agenda in die ich Einblicke geben kann.

Zum Beispiel wird die Leiterin des Werkzeugbaus und des Innovationsteams eines großen Industrieunternehmens eine Session zu Innovation und Digitalisierung in Industrieunternehmen anbieten.

Ein anderes Thema wird die digitale Bauakte sein. Ein Thema das im Grunde genommen jeden Handwerker und jeden Hersteller von Baumaterialien interessieren muss, wenn er in Zukunft an größeren Ausschreibungen beteiligt werden möchte.

Es wird ein Vertreter von Deutschlands größtem 3D-Druck Netzwerk dabei sein, der uns darüber berichtet wie das Netzwerk entstanden ist und wie sich die Mitgliedsunternehmen gegenseitig mit Expertenwissen und neuen Technologien unterstützen.

Ein super wichtiges Thema für Industrieunternehmen, die sich mit dem Thema 3D Druck auseinander setzen sollten.

Darüber hinaus habe ich mit Experten, aber auch mit ganz vielen Unternehmern gesprochen die sich alle sehr gut vorstellen können Themen anzubieten die dann nicht unbedingt gestreamt werden.
Besonders spannend finde ich zum Beispiel das Thema Vertriebsweg im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Dazu wird es wahrscheinlich eine Session geben, in der es darum geht die Herangehensweise an den Online-Direktvertrieb aus Sicht eines Industrieunternehmens zu beschreiben.

Vielen Dank an Dennis Arntjen!

Zu KMU-digital:

eva-ihnenfeldt_kmu-digital-digitalcampDennis Arntjen und Eva Ihnenfeldt unterstützen Unternehmen und Selbstständige auf dem Weg in die Digitalisierung. In ihrem Netzwerk werden in verschiedenen Formaten digitale besprochen, analysiert und diskutiert. Jedoch steht der Unternehmer dabei immer im Mittelpunkt. Seit 2004 beschäftigen sich beide sehr intensiv mit digitalen Themen. Als Ansprechpartner für den „Digitalen Einzelhandel“ steht Dennis Arntjen mit seinen jahrelangen Vertriebsexpertise zur Verfügung. Eva Ihnenfeldt gibt als Referentin und Trainerin für Social-Media und Online-Marketing, gerne praxisnahes Einblicke.

Mehr zu KMUdigital: http://kmu-digital.net/ueber-uns/

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Julia Manasterni#DigitalCamp Dortmund: Digitalisierung in Handwerks- und Industrieunternehmen
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