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Unsere Mini-Serie, Teil 2: Individualisierung statt Massenkonsum

Die Psychologie der Konfiguratoren. In Teil 1 unserer Mini-Serie haben wir Ihnen die psychologischen Effekte vorgestellt, die Produktkonfiguratoren heutzutage so erfolgreich machen. Eine Studie von Bain & Company Inc. hat bereits 2013 angedeutet, was sich nun etabliert hat: Die Kunden wünschen sich wieder mehr individuelle Produkte und möchten bei der Gestaltung stärker mitwirken. Unsere Konfiguratoren setzen genau an diesem Punkt an und ermöglichen es, sich in Zeiten des Massenkonsums von der Mehrheit abzusetzen. Doch woher kommt dieser starke Wunsch nach der Individualisierung und was macht den Reiz eines Konfigurators aus?

Vor der Konfiguration: Der Wunsch nach mehr

Um den Erfolg des Konfigurators zu erklären, müssen wir schon vor der eigentlichen Benutzung anfangen. Denn der Anreiz, etwas Neues zu testen und sich etwas Eigenes zu gestalten, entsteht schon vorher. Die Kunden wünschen sich individuelle Produkte, mit denen Sie ihre Freunde und Bekannten begeistern oder auch einfach beschenken können. Die Versuchung einen Konfigurator auszuprobieren, wächst aus diesem Interesse, etwas selbst individuell und professionell gestalten zu können.

Social Media hat unser Kaufverhalten beeinflusst

Was vor einigen Jahren als neue Werbeform anfing, ist heutzutage normal und hat unser Kaufverhalten langfristig beeinflusst: Die Menschen verlassen sich beim Einkaufen immer stärker auf andere Kundenbewertungen, Produktrezensionen und Empfehlungen. Diesen Trend haben nicht nur die großen Unternehmen für sich entdeckt. Da immer weniger Menschen wie früher durch Kataloge blättern, um sich inspirieren zu lassen, ist das Internet für alle Unternehmen zum wichtigsten Kontaktpunkt mit den Kunden geworden.

Vor allem Blogger und sogenannte Influencer – also Menschen, die bei Ihren Followern ein gutes Ansehen und mit Ihren Produktempfehlungen deshalb eine hohe Reichweite haben – beeinflussen das Kaufverhalten stark. Sie möchten selbst aus der Masse der anderen Blogger und Influencer hervorstechen, in dem sie bessere, speziellere und tollere Produkte vorstellen und testen. Es geht also in Zeiten des Massenkonsums wieder darum, aufzufallen und etwas „eigenes“ zu kreieren.

Diese Entwicklung ist auch für andere Produkte relevant

Auch wenn sich Ihr Produkt an eine andere Zielgruppe richtet und Sie als Unternehmen mit den sozialen Medien keinen Kontakt haben, dürfen Sie diese Entwicklung nicht ignorieren! Denn inzwischen sind es nicht nur die Vorreiter, sondern auch ihre Follower, die sich wieder mehr individuelle Produkte wünschen. Der Wunsch, etwas selbst zu gestalten, ist längst über die sozialen Netzwerke hinaus ein allgemeiner Trend im Internet.

Werbung und Vertrieb machen Individualisierung möglich

Zudem haben Weiterentwicklungen bei Werbung und Vertrieb den Verkauf individueller Produkte über das Internet in den vergangenen Jahren stark vereinfacht.

Werbung kann jeder verbreiten

Durch die Algorithmen, die sich online nutzen lassen, kann Werbung immer individueller auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Zudem sind Anzeigen und Videos auch für Nischenprodukte und kleine Ein-Mann-Unternehmen realisier- und vor allem bezahlbar.

Beispiel

Eine Designerin hat sich auf das Bedrucken von T-Shirts spezialisiert. Sie ist in keinem Kaufhaus zu finden und hat auch online keinen großen Partner an ihrer Seite, der ihre Produkte vertreibt. Doch sie macht regelmäßig auf Instagram Werbung: Sie schaltet dort Anzeigen und verteilt ihr Produkt an gute Kunden, damit diese auf ihren Kanälen für sie werben. Die Folge: Ihre Shirts sind einzigartig und sehr begehrt, weil sie eben nicht überall zu finden sind!

Einfache Vertriebswege

Ein weiterer wichtiger Faktor, wieso sich individuelle Produkte online so gut verkaufen lassen, ist der Vertrieb. Heutzutage gibt es gute Warenwirtschaftssysteme oder auch Drittanbieter, die einem bei Lager und Vertrieb des eigenen Produkts helfen. So können auch kleine Unternehmen das Internet für sich nutzen und sich dort einen breiten Kundenstamm aufbauen.

Beispiel

Die Designerin erstellt das T-Shirt erst, wenn die Bestellung eingegangen ist. Dann wird das Wunschprodukt gedruckt und von einem Vertragspartner innerhalb von 2 – 3 Werktagen verschickt. Diese Wartezeit nimmt der Kunde gerne in Kauf. Immerhin erhält er dafür ein individuelles Produkt!

Wächst die Konkurrenz?

Was dabei auffällt: Es war als kleines Unternehmen für ein Nischenprodukt noch nie so einfach eine breite Masse zu erreichen. Immer mehr Einzelunternehmen – zum Beispiel selbstständige Grafiker oder Möbeldesigner – sprießen aus der Erde und versuchen sich mit ihrem individuellen und kreativen Produkt durchzusetzen. Und in der Regel erreichen sie auch genug Kunden, um ihren kleinen Betrieb wachsen zu sehen.

Deshalb dürfen etablierte Unternehmen diese Entwicklung nicht verschlafen!

Nike, VW und andere bekannte Unternehmen – übrigens aus den unterschiedlichsten Branchen – machen es bereits vor und bieten Konfiguratoren an, um online mitzuhalten. So kann man sich beispielweise Turnschuhe aus der neusten Kollektion aussuchen oder eben sein eigenes Paar selbst kreieren. Der Konfigurator ersetzt in der Regel noch nicht das Standardangebot, sondern ergänzt es, um mehr Kunden zu erreichen. Anders gesagt: Man wird keine Kunden verlieren, die nicht selbst konfigurieren möchten. Diese werden weiterhin auf die Standard-Produktpalette zurückgreifen. Doch sie gewinnen neue Kunden hinzu!

Sie wollen mehr über den Konfigurator und seine Chancen zur Individualisierung wissen?

Gerne erklären wir Ihnen, wie unser Konfigurator funktioniert. Rufen Sie uns an +49 (0)231 5869580 oder schreiben Sie uns eine Mail an info@objectcode.de!

© rawpixel/pixabay

Su BalkoUnsere Mini-Serie, Teil 2: Individualisierung statt Massenkonsum
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